Angebot Krisenintervention

Entlastung & Entspannung

Eine Basis bilden

Ein erschütterndes Erlebnis verschüttet oft das gewohnte Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Der Verlust der Selbstkontrolle ist vielleicht das Beängstigendste, was jemandem widerfahren kann. Die darauf folgende innere Blockade und Hilflosigkeit machen sprach- und machtlos. Was bietet Ihnen Entlastung in dieser schwierigen Situation? Wie finden Sie einen Weg aus den kreisenden Gedanken der inneren Anspannung? Wie können Sie Ihren inneren Konflikten Ausdruck geben? Wir suchen gemeinsam mit Ihnen Wege in Ihrem Alltag, wie Sie kleinschrittig Räume für sich wiedergewinnen, in denen Sie trotz den hohen Anforderungen der momentanen Krise etwas Ruhe und Entspannung finden. Wir forschen nach Möglichkeiten, Ihre gewohnten Ressourcen wieder zum Vorschein zu bringen und zu verstärken. Wir klären Ihre Bedürfnisse und wägen mit Ihnen die vorhandenen Möglichkeiten für zusätzliche Unterstützung ab. 

Über Körperarbeit, Imagination & andere Fokussierungsinstrumente finden Sie auf der Seite Trauma-Arbeit weitere Informationen.

Orientierung, Zuordnung & Notfallplanung

Wieder einen Plan haben

Wir gehen davon aus, dass Sie alles unternommen haben, was Ihnen möglich gewesen ist, um die momentane Situation zu bewältigen. Eine Krise könnte vereinfacht damit beschrieben werden, dass Sie den Überblick verloren haben. All Ihre Anstrengungen scheinbar nichts bewirken, Sie sich fremd in der Situation fühlen. Den Boden unter den Füssen verloren haben. Dass Sie schlicht keinen Plan mehr haben, wie es weiter gehen soll. Unser Ziel ist es , Ihnen und den Menschen mit denen Sie zusammenleben (wir nennen dies das beteiligte System), zu  Erfahrungen zu verhelfen, in denen Sie sich selber in Ihren Handlungen wieder wirksam erleben. Wir bilden uns deshalb frühzeitig gemeinsam einen Überblick über die vorhandenen Problemfelder, wie auch  Ressourcen, die Sie sowie Ihr Umfeld betreffen.  Wir unterscheiden hierbei jene der „äusseren Bühne“ (der anstehenden psychosozialen Herausforderungen), wie der „inneren Bühne" (der vorhandenen Konflikte und Symptommuster).

Ziel ist es Ihnen eine Vorstellung über die möglichen weiteren Therapieschritte zu ermöglichen. Ihre entsprechenden Schwerpunkte und Bedürfnisse zu klären. Und Sie bei der Findung der geeigneten ergänzenden Behandlung, wie der weiterführenden Therapie Ihrer Wahl zu unterstützen. Um Ihre Bedürfnisse wahrnehmen zu können, legen wir dementsprechend einen grossen Wert auf eine sorgfältige Abklärung zu Beginn der Behandlung.
Wie wirkt sich Trauma aus? Zusätzliche Informationen über die Entstehung von posttraumatischen Krisen finden sie hier.

Multiprofessionelle Vernetzung

Gemeinsam sind wir stärker

Wir besuchen Sie zuhause, in Ihrem gewohnten Umfeld und Lebensraum. Dies hat den Vorteil, dass wir die anstehenden Anforderungen in Ihrem Umfeld gezielt angehen können. Die Themen, welche Sie mit Ihrem Psychotherapeuten, Ihrer PsychotherapeutIn in der Therapie erarbeitet haben, können wir Schritt für Schritt im Alltag einüben. Wir stehen entsprechend für eine Vernetzung mit den am Therapieprozess Beteiligten ein. Dies erhöht die Qualität in der Umsetzung und beschleunigt den Prozess einer Normalisierung. Wir können so gemeinsam Ihre Anliegen verdeutlichen und Ihnen verstärkt eine Stimme geben. Gerade in Krisenzeiten ist die Vernetzung hilfreich, beispielsweise bei der Bewältigung einer Situation, in der eine stationäre Hospitalisation nicht möglich, und/oder nicht nötig ist oder von den Betroffenen nicht erwünscht wird.  

Zusätzliche Informationen über die Unterscheidung von Krise und Notfall finden Sie hier.

Selbstregulation

Den eigenen Zugang finden

Neben der Soforthilfe zu Beginn einer Krise, im Sinne von Entlastung und Entspannung, liegt ein großes Gewicht bei der Umsetzung der Selbstwirksamkeit in Form von Verstärkung der Selbstfürsorge. Wie können Sie in nachhaltiger Weise lernen, sich selber zu beruhigen, um auch unter großem Druck, Offenheit und Bereitschaft für Neues zuzulassen? Sind Sie gewohnt, Probleme auf Ihre Weise, vielleicht auch kreativ zu lösen, wenn Sie sich bei sich fühlen? Wir wollen Sie darin unterstützen, Wege auf der Basis Ihrer individuellen Möglichkeiten und Stärken zu finden. Und dies auch in Momenten der Unsicherheit oder Verzweiflung; angesichts des wahrgenommenen Kontrollverlustes. Damit Sie selber wieder Vertrauen in die eigenen Wirkungsmöglichkeiten und einen Zugang zu Ihren gewohnten und vielleicht auch neuen Ressourcen finden. 

Über Exposition, Selbstfürsorge & Selbstwirksamkeit finden Sie auf der Seite Psychosoziale Begleitung weitere Informationen. 

Systemgespräche

Sich mitteilen können

Das Wichtigste für uns sind meistens unsere Nächsten. Solange eine Familie oder eine andere Lebensgemeinschaft (wir sprechen hierbei von einem Bezugs-System) die anstehenden Probleme bewältigen kann, wird oft keine Hilfe von aussen gesucht. Gerade die Psychiatrie ist mit einem hohen Stigma belegt. Es braucht entsprechend Mut für die betroffenen Menschen, professionelle Hilfe anzufordern und diese auch zuzulassen. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass nicht nur Einzelne in einer Lebensgemeinschaft von einer Krise betroffen sind, sondern dass die ganze Gruppe neue Wege, Orientierung sowie Möglichkeiten der Entlastung sucht. Die Betroffenen stehen meistens sprachlos vor der überfordernden Situation. 

Gemeinsame, fachlich vorbereitete und geleitete Gespräche können hier Möglichkeiten bieten, die vorhandenen Stärken und Kräfte neu zu bündeln, bestehende Verhaltensmuster zu hinterfragen, gegebenenfalls im Verlauf durch neue Strategien abzulösen. Zusätzliche Informationen zu unseren Ansätzen in der psychosozialen Begleitung und zum Thema "Trialog" finden Sie hier.

Termin vereinbaren

Wir sind Krankenkassenanerkannt und unterstützen Sie zuhause. 

Rufen Sie uns an: 079 684 43 00

[email protected]


 Ihr Peter Urner & Sarah Eymard